Renovation Siegburg, Grimmelsgasse

Auftrag:Auftrag: Renovation Regenwasserkanal ca. 130 m DN 300, 400 und 500    
Auftraggeber:GKD Siegburg
Planung:Ing.-Büro Stelter
Stadt Siegburg:Verkehrsamt
Auftragnehmer:Kuchem GmbH
Nachunternehmer:Nachunternehmer: TKT Troisdorf GmbH
Ausgeführtes System:Brandenburger Liner®
Baustellenablauf:

Reinigung TV-Voruntersuchung: 15.1.2007
Detailplanung: 19.1.2007
Hindernisbeseitigung und
Einmessen der Anschlüsse: 18. + 19.1.2007
Einbau Inliner: 23.1.- 25.1.2007
Öffnen der Anschlüsse: 25.1.2007

Besonderheiten:Viele Einzelstränge, Schwenkbusverkehr, Stadtzentrum, Beeinträchtigungsvermeidung, permanenter Verkehrsfluss, 130 m Kanal-Renovation in 3 Tagen
Unser Dank:Allen Verkehrsteilnehmern und der Mithilfe der Busfahrer
 

Generelles

Im Auftrag der GKD Siegburg wurde die Kuchem GmbH mit der Renovation eines 130 m langen Teilstückes des Regenwasserkanals in der Grimmelsgasse beauftragt. Hintergrund ist hier die Vorbereitung eines geplanten Kreisverkehres um die Vorfahrtssituation zu entschärfen.

Die Vorgaben für die Auftragserledigung waren die Berücksichtigung der Verkehrssituation mit permanentem Verkehrsfluß und Schwenkbusverkehr rund um die Einsatzstelle. Durch den Einsatz von fahrbaren Kameras, Fräsrobotern und dem Brandenburger Liner® konnte die Renovation des Regenwasserkanals ohne Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. So wurde der Verkehrsfluß ohne größere Störungen aufrecht erhalten.

Der Regenwasserkanal wurde vorab auf einer Länge von 130 m untersucht, gereinigt und evtl. Hindernisse wurden beseitigt. Für die spätere Freilegung der relativ vielen zulaufenden Anschlußleitungen wurde der Kanal komplett mit einem entsprechenden Video-Roboter vermessen.

Die Renovation erfolgte aufgrund von einem abknickenden Kanalverlauf und Dimensionsunterschieden in 4 Phasen innerhalb von 2 Tagen.

 

Ablauf

Kanalsanierung mit Brandenburger Liner ®
Kanalsanierung mit Brandenburger Liner ®
Kontrollbildschirm
Kontrollbildschirm

Brandenburger Inliner® Einbau

Am 23.1.2007 begann der Einbau der Brandenburger Inliner®.. Hierbei wird ein mit UV-härtendem UP-Harz getränkter GFKSchlauch, der Inliner, in den Hauptstrang eingezogen und über Luftkompression an der Kanalwand fixiert. Eine 10gliedrige UVLampenketten-Einheit mit anhängender Kamera wird anschließend in den Inliner eingeführt. Die Einheit fährt einmal komplett durch den Inliner und die Techniker können mit Hilfe der Kamera den korrekten Sitz des Schlauches innerhalb der Hauptstranges prüfen. Am Ende der Hinfahrt durch den Inliner und nach Feststellung des korrekten Sitzes werden die 10 UV-Lampen gezündet und in einer genau definierten Geschwindigkeit zurück zum Ausgangspunkt gefahren. Das UV-härtende UP-Harz reagiert nun exotherm auf das Licht und härtet vollständig aus.

Warum Brandenburger Inliner®?

Der große Vorteil des Brandenburger Liners® besteht in der schnellen Aushärtung und der perfekten Dokumentation des Aushärtungsprozesses. Durch drei Infrarot-Temperaturfühler wird während des kompletten Vorganges die Ausgangs-, Zwischenund Endtemperatur des Laminates sowie die Geschindigkeit der Einheit dokumentiert. Über den Kontrollbildschirm stehen während der ganzen Aktion alle Daten und Funktionen der Einheit den Technikern zur Verfügung. Der Vorteil für die Kuchem GmbH und den Auftraggeber ist die große Sicherheit vor der finalen Aushärtung des Inliners. Ohne diese Kontrollmöglichkeit gäbe es keine Gewissheit über den optimalen Sitz des Inliners. Ein eventueller entdeckter Fehler nach der Aushärtung wurde eine größer Tiefbaumaßnahme und entsprechende Verkehrsbehinderungen nach sich führen.

Öffnen der Hausanschlüsse

Nach der Aushärtung des Liners begann am 25.1.2007 die Freilegung der im Vorfeld vermessenen zulaufenden Einzelstränge im Hauptstrang. Der Fräsroboter öffnete mit seinem Fräsaufsatz die Zuläufe sauber und exakt für einen ungehinderten Wasserfluß.

 
Einsatzfahrzeug Brandenburger Liner®
Einsatzfahrzeug Brandenburger Liner®
Einsatzfahrzeug UV-Anlage
Einsatzfahrzeug UV-Anlage

Fazit

Durch den Einsatz des Brandenburger Liners® konnte die Renovation von 130 m Regenwasserkanal mit 300-500 mm Durchmesser ohne Tiefbauarbeiten innerhalb von 3 Tagen erledigt werden. In einer normalen Tiefbaumaßnahme hätte dieser Einsatz einen Zeitraum von Wochen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in Anspruch genommen und das zu weitaus höheren Kosten. Der komplette Einsatz von 15-25.1.2007 konnte ohne größere Beeinträchtigungen des Berufs- und Pendlerverkehrs durchgeführt werden.

Der Dank der Kuchem GmbH gilt den verständnisvollen Verkehrsteilnehmern und den umsichtigen Busfahrern.

 

Bilddokumentation

Einsatzort Grimmelsgasse ohne größere Verkehrsbehinderung
Einsatzort Grimmelsgasse ohne größere Verkehrsbehinderung
Schacht vorher
Schacht vorher
Einzug des Brandenburger Inliners® in den Hauptstrang
Einzug des Brandenburger Inliners® in den Hauptstrang
Einzug UV-Lampenkette mit Kamera
Einzug UV-Lampenkette mit Kamera
Einzug des Fräsroboters zur Freilegung der Hausanschlüsse
Einzug des Fräsroboters zur Freilegung der Hausanschlüsse
Baustellenproben für die Dokumentation
Baustellenproben für die Dokumentation
Einzug des Fräsroboters zur Freilegung der Hausanschlüsse
Einzug des Fräsroboters zur Freilegung der Hausanschlüsse
Steuerung des Fräsroboters von der Zentrale im LKW aus
Steuerung des Fräsroboters von der Zentrale im LKW aus
Fräskopf des Roboters nach dem Einsatz
Fräskopf des Roboters nach dem Einsatz
Verladung des Fräsroboters
Verladung des Fräsroboters
Schacht nachher
Schacht nachher
Anschlußleitungen vorher / nachher
Anschlußleitungen vorher / nachher
 

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