Schlauchliner
Wo Kanäle und Leitungen schadhaft aber nicht deformiert sind, ist die Sanierung mittels Liner-Technik eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung, da kein Aufgraben oder Aufspitzen von Wänden und Böden erforderlich ist.
Die Liner-Technik beruht auf dem Grundprinzip, einen epoxidharzgetränkten textilen Schlauchträger formschlüssig in die Leitung einzustülpen und zu einer durchgehenden, muffenlosen Innenauskleidung von mehreren Millimetern Wandstärke auszuhärten. Es entsteht ein "Rohr im Rohr" mit hoher Beständigkeit gegen aggressive Abwässer, welches resistent ist gegen Wurzeleinwüchse.
Umweltfreundliche Materialen ohne Lösungsmittel garantieren beste Umweltverträglichkeit.
Schlauchliner werden insbesondere für Kleinrohre im Hausbereich ab DN 70 eingesetzt: Haus- und Grundleitungen vom Keller bis zur Kanalisation, Fallstränge von Dachterassen bis zum Keller, Entwässerungsleitungen. Voraussetzung ist hier das Vorhandensein eines Revisionsschachtes auf dem Grundstück oder einer Revisionsöffnung im Gebäude.
Auf der Baustelle wird eine Epoxidharzmischung in den Liner gefüllt und durch Kalibrierwalzen verteilt. Der getränkte Schlauch wird mit Hilfe von Druckluft im Umstülpverfahren (Inversionsverfahren) schonend in das zu sanierende Rohr eingebracht. Bei dieser "Reversion" preßt sich der Schlauch an die Rohrwandung bündig an, wobei dank der Flexibilität des Schlauchs auch schadhafte Bereiche formschlüssig ausgekleidet werden.
Die zur Verfügung stehenden Härtersysteme sind sowohl zur Kalthärtung in 8 Stunden als auch zur Warmhärtung mit warmem Wasser in 3 Stunden geeignet. Vom Liner überfahrene Anschlusstutzen müssen anschließend mit einem Fräsroboter wieder geöffnet werden.
Einbau des Liners:
Der Liner wird je nach Leitungsführung vom Schacht, von den Kelleröffnungen oder Dachabläufen eingebaut. Für die verschiedensten Leitungssysteme stehen spezielle Linertypen sowie spezielle Epoxidharze und -härter zur Verfügung.
Der Liner wird auf die benötigte Länge zugeschnitten und die beiden Komponenten (Harz und Härter) gemischt.
Die Epoxidmischung wird in den Liner eingefüllt und mittels Kalibrierwalze im Liner gleichmässig verteilt.
Mit der Drucktrommel (Inversionsgerät) wird der getränkte Liner mit Druckluft in das beschädigte Rohr eingebaut. Er wird bis zur Aushärtung (mit warmem Wasser) der Epoxidmischung mit Luft unter Druck gehalten.
Dort, wo der Liner Einläufe verschlossen hat werden diese mit einem
Fräsroboter geöffnet.




